Alle wollen in der Stadt wohnen! Warum eigentlich?

Urbanes Leben – auf Kuschelkurs mit dem Nachbarn

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits heute leben rund 75% der Deutschen in Städten. Und auch in Augsburg hält der weltweite Trend der Urbanisierung an. Aktuelle Statistiken gehen davon aus, dass die Fuggerstadt im Jahr 2019 die „boombastische“ Grenze von 300.000 Einwohnern überschreitet.

Die stetig zunehmenden Einwohnerzahlen haben enorme Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Da in Augsburg nach wie vor mehr Menschen zuziehen, als neuer Wohnraum entsteht, kommt es zu einem jährlichen Defizit von 1000 neuen Wohnungen. Als Folge steigen die Mieten und Immobilienpreise, während parallel mehr Menschen auf weniger Wohnraum untergebracht werden.

In großen Ballungsräumen reagiert man mittlerweile mit dem Bau von unzähligen Mikrowohnungen auf das Problem der Urbanisierung. „Klein, aber fein“, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu diesem Thema. Wer 23 qm klug nutzt, der hat, was er braucht oder besser gesagt: urban lebt, wer sein Hochbett über der Küchenzeile hat.

Das mag praktisch sein, aber ist das wirklich Lebensraum: Raum zum Leben?

 

Landliebe – von der Legebatterie zum Landei

Es ist unbestritten: Die Stadt bietet mit Ihrer vorhandenen Infrastruktur viele Vorteile.  Die Wege sind kurz, die Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr gut, das Freizeitangebot bunt. Das sind die entscheidenden Faktoren, die für ein Leben in der Stadt sprechen.

Mittlerweile haben jedoch viele den Wunsch, das urbane Leben gegen ein Leben auf dem Land zu tauschen. Laut einer aktuellen Studie zu den Wohnvorlieben der Deutschen möchten 29% der Befragten am liebsten auf dem Land leben. Bei Familien mit Kindern ist der Anteil noch größer.

Warum? Aus Überzeugung oder weil sie sich den Lebensraum Stadt nicht mehr leisten können? Auf das Land ziehen heißt, das Appartement in der Stadt gegen eine größere Wohnung oder ein eigenes Haus einzutauschen. Erholung statt Hektik. Das Ei vom Bauern anstelle eines Lebens wie in einer Legebatterie. Spazieren gehen versus Shoppen….

Gerade das Augsburger Umland bietet – mit den westlichen Wäldern, den Naherholungsgebieten am Lech im Süden und Norden und der Nähe zu München im Osten – attraktive ländliche Gegenden.

Die Menschen sollten aufs Land ziehen können ohne auf alle Vorzüge einer Großstadt verzichten zu müssen. Das bedeutet: Auch kleine Gemeinden brauchen eine gute Infrastruktur und eine gesicherte Anbindung an den ÖPNV. Das macht nicht nur das Landleben attraktiver, sondern erhöht auch wieder die Lebensqualität in den Städten.

Das urbane Landleben wäre sicherlich ein gesunder Zukunftstrend!

Ihr Immobilienmakler Maximilian Philipp Walser

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